Ärzte Zeitung online, 22.10.2008

Prozess im Fall Humana eröffnet - und gleich bis März 2009 vertagt

TEL AVIV (dpa). Fünf Jahre nach dem Skandal um fehlerhafte Babynahrung ist am Mittwoch in der israelischen Stadt Petach Tikva der Prozess gegen acht Beteiligte eröffnet worden. Zwei Babys starben laut Anklage, und etwa 20 erlitten dauerhafte Gesundheitsschäden, weil in der Babymilch des israelischen Unternehmens Remedia Vitamin B1 fehlte.

Acht frühere leitende Mitarbeiter von Remedia, dessen Milchpulver damals von dem deutschen Unternehmen Humana hergestellt wurde, sowie Repräsentanten des israelischen Gesundheitsministeriums stehen vor Gericht.

Gleich zu Beginn wurden die weiteren Verhandlungen bis zum kommenden März vertagt, wie israelische Medien berichteten. Einige Anwälte hätten angegeben, nicht alles relevante Untersuchungsmaterial erhalten zu haben. Die Herstellerfirmen hatten sich mit den Eltern einiger dauerhaft erkrankter Kinder bereits auf Entschädigungen geeinigt.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Wenn Einsamkeit krank macht

Ein Alterspsychotherapeut warnt: Ältere Männer sind besonders häufig suizidgefährdet. Einsamkeit ist ein Grund dafür. mehr »

Diabetes-Experten sind besorgt

Schon bald könnten mehr Lebensmittel "schlechten Zucker" enthalten. Für die Industrie wird der Einsatz von Isoglukose profitabler. mehr »

PKV bekennt sich zur Innovationsoffenheit

Wird es mit der neuen GOÄ erschwert, Privatpatienten neue Leistungen anzubieten? Vom PKV-Verband kommt dazu ein klares Dementi. mehr »