Ärzte Zeitung online, 10.12.2008

Behinderte in Werkstätten haben Anspruch auf kostenloses Mittagessen

KASSEL (dpa). Behinderte, die ganztags in betreuten Werkstätten arbeiten, haben einen Anspruch auf ein kostenloses Mittagessen. Das hat das Bundessozialgericht in Kassel am Dienstag in einem Musterverfahren entschieden.

Demnach gehört ein Mittagessen zur Eingliederungshilfe und muss deshalb von deren Träger bezahlt werden. "Das Ziel dieser Hilfe ist es, den Behinderten zu integrieren. Da gehört das Essen und vor allem das Essen in der Gemeinschaft dazu", hieß es in der Urteilsbegründung. Nach Angaben von Sozialverbänden arbeiten in den 2400 Behindertenwerkstätten in Deutschland gut 260 000 Menschen.

AZ: B 8/9b SO 10/70

Topics
Schlagworte
Recht (12336)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Bei Diabetikern wird der HbA1c-Wert nicht oft genug kontrolliert

Eigentlich sollten Ärzte mindestens zweimal im Jahr den HbA1c-Wert bei Typ-2-Diabetikern bestimmen. Bei jedem vierten Patienten messen sie ihn aber nur einmal oder gar nicht. mehr »

SPD will "Ende der Zwei-Klassen-Medizin"

14:10 Nach der knappen Abstimmung pro GroKo-Verhandlung geht es nun darum, die auf dem SPD-Parteitag angesprochenen "Nachbesserungen" in den Koalitionsvertrag reinzuverhandeln. KBV und Hartmannbund reagieren skeptisch. mehr »

Beunruhigend hohe Zahlen in der Altenpflege

Altenpflegekräfte fehlen fast doppelt so oft wegen psychischer Erkrankungen wie andere Beschäftigte, heißt es im länderübergreifenden Gesundheitsbericht für Berlin und Brandenburg. mehr »