Ärzte Zeitung online, 19.05.2009

Celesio: EuGH-Urteil ohne Konsequenzen für Geschäftsziele

STUTTGART/BRÜSSEL (dpa). Der Stuttgarter Pharmahändler Celesio, der Mutterkonzern der Versandapotheke DocMorris, sieht in der gescheiterten Öffnung des deutschen Apothekenmarktes keine Gefahr für seine langfristigen Geschäftsziele.

"Es ist gut, dass nun aus europarechtlicher Sicht Klarheit zur Frage des Fremdbesitzverbots von Apotheken in Deutschland herrscht", sagte Vorstandschef Fritz Oesterle am Dienstag in Stuttgart. "Mit diesem Urteil ist jedenfalls bis auf weiteres Planungssicherheit für Celesio gegeben." Celesio und DocMorris würden sich jetzt auf den Ausbau des Markenpartnergeschäfts und des Versandhandelsgeschäfts konzentrieren.

Celesio werde an dem Ziel eines Gewinns vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) von über einer Milliarde Euro im Jahr 2015 festhalten. Eine mögliche Marktöffnung in Deutschland sei nicht Bestandteil des entsprechenden Arbeitsprogramms gewesen. Aktien des im MDax notierten und mehrheitlich zum Familienunternehmen Haniel zählenden Konzerns rutschten nach der Urteilsverkündung zeitweise um 9,8 Prozent auf 17 Euro.

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