Ärzte Zeitung, 16.06.2009

Umzug rechtfertigt Studio-Kündigung

MÜNCHEN(dpa). Der Vertrag mit einem Fitnessstudio darf fristlos gekündigt werden, wenn der Kunde in eine andere Stadt zieht. Dies hat das Münchner Amtsgericht in einem am Montag veröffentlichten Urteil klargestellt und damit die Zivilklage eines Studios auf weitere Zahlungen abgewiesen. Das Urteil ist rechtskräftig.

Im konkreten Fall hatte die Frau als Kundin mit dem Unternehmen einen Vertrag für zwei Jahre abgeschlossen. Wegen eines Stellenwechsels ihres Mannes war sie aber bereits nach acht Monaten von München nach Wien gezogen und hatte deshalb den Vertrag gekündigt.

Bei einem Fitnessvertrag handele es sich um einen Mietvertrag, das Risiko eines Umzuges müssten allein die Kunden tragen, hatte der Betreiber des Fitnessstudios vorgetragen. Die zuständige Amtsrichterin hielt diese Argumentation für schwach: Bei einem Fitnessvertrag handele es sich um ein sogenanntes Dauerschuldverhältnis, das bei Vorliegen eines wichtigen Grundes durchaus gekündigt werden könne.

Wenn ein Kunde wegen eines Umzuges das Angebot des Studios praktisch gar nicht mehr nutzen könne, sei ein Festhalten am Vertrag nicht zumutbar, hieß es in dem Urteil.

Az.: 212 C 15699/08

Topics
Schlagworte
Recht (12892)
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Wie Seelenklempner Stress bewältigen

Einen Sonntagsblues kennen sie nicht, denn montags ist Chorprobe: In Berlin singen Psychiater, Psychologen und Neurologen seit Jahren gemeinsam in einem außergewöhnlichen Chor. mehr »

Anti-Aging klappt – mit dem richtigen Sport

Wer sein Leben mit Hilfe von Sport verlängern will, sollte auf Sport setzen – und dabei vor allem auf eine Trainingsform, wie eine saarländische Studie jetzt nahelegt. mehr »

Cannabis ist weiter meistkonsumierte Droge

Sowohl bei Jugendlichen als auch bei Erwachsenen nimmt Cannabis unter den illegalen Drogen weiterhin die prominenteste Rolle ein. Das geht aus dem DBDD-Jahresbericht hervor. mehr »