Ärzte Zeitung online, 17.06.2009

Strenge Regeln für "Genetischen Fingerabdruck"

KARLSRUHE(dpa). Der "genetische Fingerabdruck" eines Straftäters darf nur gespeichert werden, wenn von dem Verurteilten weitere Straftaten von erheblicher Bedeutung drohen. Dies müssten Gerichte im Einzelfall begründen, betonte das Bundesverfassungsgericht in einem am Mittwoch in Karlsruhe veröffentlichten Beschluss.

Damit waren zwei Straftäter mit Verfassungsbeschwerden erfolgreich, mit denen sie sich gegen die Entnahme und Speicherung ihres "genetischen Fingerabdrucks" gewehrt hatten.

Aus Sicht der 2. Kammer des Zweiten Senats war von Gerichten das Recht auf informationelle Selbstbestimmung verletzt worden. Gerichte müssten für jeden Einzelfall darlegen, warum von dem Verurteilten weitere Straftaten drohten, die als schwerwiegend einzustufen seien, legten die höchsten deutschen Richter fest.

Topics
Schlagworte
Recht (12897)
Panorama (33123)
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Prostatakrebs bei jungen Männern immer früher entdeckt

Im Vergleich zu den 1990er Jahren wird heute das Prostatakarzinom bei Männern unter 50 Jahren bereits in früheren Stadien diagnostiziert. Darauf deuten Studienergebnisse hin. mehr »

Wie man trotz Plätzchen den Kilos trotzt

Ein Lebkuchen hier, ein Dominostein da und dann noch die fette Weihnachtsgans. Britische Forscher geben studiengeprüfte Tipps gegen den üblichen Gewichtszuwachs an den Feiertagen. mehr »

Pfunde weg, Diabetes weg

Starke Gewichtsreduktion ohne Adipositas-Chirurgie: Das britische „Counterweight-Plus“-Programm bietet Patienten eine Option, die auch in Hausarztpraxen funktioniert. mehr »