Ärzte Zeitung online, 26.06.2009

Krankes Mädchen erhält 600 000 Euro von Uniklinik

ULM (dpa). Die Ulmer Uniklinik zahlt den Eltern eines Leukämie-kranken Mädchens 600 000 Euro. Damit endet ein jahrelanger Rechtsstreit, in dem es darum gegangen war, ob das Klinikum die Erkrankung des heute 14-jährigen Mädchens zu spät diagnostiziert hatte und so zu einer Behinderung des Kindes beigetragen hat.

Die betroffene Familie, das Klinikum und die Versicherungen hätten sich nun in einem Vergleich geeinigt, erklärte eine Sprecherin der Klinik am Donnerstag.

In erster Instanz hatte das Ulmer Landgericht die Klinik zur Zahlung von 270 000 Euro Schmerzensgeld verurteilt. Zudem hätten den Eltern lebenslang die Pflegekosten gezahlt werden sollen. Das Klinikum hatte dagegen vor dem Oberlandesgericht in Stuttgart Berufung eingelegt. Der Vergleich sei "keine freiwillige Leistung", erklärte der Anwalt der Kläger. "Es hat sich in zwei Instanzen ein sehr gerechtes Anliegen herausgestellt", sagte er weiter.

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