Ärzte Zeitung online, 31.07.2009

SMS als Untreuebeweis vor französischem Gericht

PARIS(dpa). Eine Französin las auf dem Handy ihres Ehemannes Nachrichten, die eindeutig von einer Geliebten stammten - dies wurde dem Mann nun im Scheidungsverfahren zum Verhängnis. Ein Berufungsgericht akzeptierte die Kurzmitteilungen als Beweis für Untreue, wie die Zeitung "Le Monde" (Freitag) berichtet.

Im ersten Verfahren hatten die Richter noch die Frau schuldig gesprochen, weil sie gegen das Briefgeheimnis verstoßen habe, das auch für SMS gelte. Die Frau sagte jedoch, dass sie zufällig auf die Nachrichten gestoßen war. Nun wurde ihr Mann für schuldig befunden.

Seit dem Jahr 2000 bereits gelten vor französischen Gerichten E-Mails als Beweismittel, wenn ihr Verfasser eindeutig identifiziert werden kann.

Topics
Schlagworte
Recht (12900)
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Vom Chefarzt zum Hausarzt-Assistenten

Selten dürfte es sein, wenn nicht einmalig: Dr. Roger Kuhn hat seinen Chefarztposten im Krankenhaus aufgegeben, um in einer Hausarztpraxis zu arbeiten – als Assistent. mehr »

Keine Notdienstpflicht für ermächtigte Krankenhausärzte

Muss ein ermächtigter Klinikarzt auch KV-Notdienst leisten? Nein, hat das Bundessozialgericht jetzt entschieden. mehr »

Wenn die Depressions-App zweimal klingelt

Smartphone-Apps könnten helfen, eine beginnende Depression oder ein hohes Suizidrisiko aufzuspüren. Lernfähige Algorithmen könnten ein verändertes Nutzerverhalten erkennen – und notfalls Alarm schlagen. mehr »