Ärzte Zeitung online, 25.08.2009

Frist verpasst - Versicherter geht leer aus

NEU-ISENBURG (bü). Private Unfallversicherer müssen nur dann Invaliditätsrente zahlen, wenn der Versicherte sich an die vorgeschriebenen Melde-Fristen gehalten hat.

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Foto: Orlando Florin Rosu ©www.fotolia.de

Das geht aus einem Urteil des Amtsgerichts München hervor. Ein Versicherungsnehmer hatte sich bei einem Sturz auf Glatteis einen Knöchel gebrochen. Vier Tage danach informierte er den Unfallversicherer darüber. Der Arzt teilte in einer schriftlichen Unfallanzeige mit, dass "mit dauerhaften Beeinträchtigungen nicht zu rechnen ist".

Nach rund einem Jahr wurde jedoch eine Teilinvalidität festgestellt. Mit der entsprechenden Meldung an die Assekuranz ließ sich der Versicherte aber noch einmal fünf Monate Zeit. Damit war die 15-Monate-Frist abgelaufen, innerhalb derer ein Versicherter seiner privaten Unfallversicherung - ärztlich untermauert - eine Invalidität mitteilen muss, wenn er Leistungen beziehen will.

Nur wenn den Kunden keine Schuld an einer verspäteten Meldung trifft, können auch noch spätere Mitteilungen akzeptiert werden. Das war hier nach Feststellungen des Gerichts aber nicht der Fall. Die erste Meldung in Verbindung mit der Unfallanzeige des Arztes zählt nicht, weil daraus noch kein absehbarer Dauerschadenhervorging.

Az.: 163 C 22609/08

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