Ärzte Zeitung, 03.09.2009

Organspende ist keine steuerlich absetzbare Spende

SAARBRÜCKEN (mwo). Wer Organe spenden oder seinen toten Körper der Wissenschaft überlassen will, mag Gutes im Sinn haben - eine Spendenbescheinigung gibt es trotzdem nicht. Eine Organspende heißt zwar "Spende", ist steuerlich gesehen aber keine, meint das Finanzgericht Saarbrücken. Sie sei im Transplantationsgesetz gesondert geregelt und damit von den allgemeinen Regeln für Zuwendungen und Schenkungen ausgenommen. Zudem werde die vermeintliche Spende ja auch erst "mit dem Tod bewirkt".

Eine Frau wollte ihren Leichnam der Uniklinik Homburg überlassen und überwies im Vorfeld schon 1100 Euro für ihre Bestattung. Auch diesen Betrag kann sie nicht geltend machen, urteilte das FG. Denn der vermeintlichen Spende stehe eine künftige Leistung gegenüber.

Urteil des Finanzgerichts Saarbrücken, Az: 2 K 2400/06

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Mütter stellen früh die Weichen für Babys Gesundheit

Dicke Mutter = dickes Baby: Diese Gleichung geht oft auf - leider. Ernährungs-Experten tauschen sich daher auf einem Kongress über den frühen Einfluss der mütterlichen Ernährung u.a. auf das Diabetesrisiko des Kindes aus und geben Tipps. mehr »

Würden Ärzte Gröhe wählen?

In einer großen Umfrage fragten wir Ärzte: "Wenn der Bundesgesundheitsminister direkt vom Volk gewählt werden könnte, wen würden Sie wählen?" Lesen Sie hier die Antwort. mehr »

Bei Dauerschmerz leidet auch das Gedächtnis

Wird der Geist träger, geht das zulasten von Lebensqualität und Unabhängigkeit. Eine US-Studie hat den Einfluss anhaltender Schmerzen auf Kognition und Demenzrisiko untersucht. mehr »