Ärzte Zeitung online, 18.09.2009

Ex-BKA-Verbindungsmann als Kokainschlucker verurteilt

FRANKFURT/MAIN (dpa). Mit mehr als 350 Gramm Kokain im Bauch ist ein früherer Verbindungsmann des Bundeskriminalamtes (BKA) von Costa Rica nach Deutschland geflogen. Das Landgericht Frankfurt verurteilte den Mann am Donnerstag deswegen zu zwei Jahren und acht Monaten Haft.

Der 63 Jahre alte gelernte Sozialwissenschaftler, der bis Anfang 2009 im Auftrag des BKA die Drogenszene in dem mittelamerikanischen Land ausforschte, hatte im April das in 35 Kapseln verstaute Rauschgift geschluckt. Bereits während des Fluges erbrach er einen Teil, sodass die Flugzeug-Crew einen Notarzt alarmierte.

Der 63-Jährige behauptete, von Drogenhändlern zu dem Kurierflug gezwungen worden zu sein, um seine Glaubwürdigkeit unter Beweis zu stellen. Staatsanwaltschaft und Gericht gingen allerdings davon aus, dass der Mann mit dem erwarteten Verkaufserlös langwierige Schulden habe begleichen wollen. Strafverschärfend wertete das Gericht die erheblichen Vorstrafen. Seit 1985 saß der Mann länger als zehn Jahre wegen ähnlicher Taten in europäischen Gefängnissen.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Kinderschutzhotline - Heißer Draht zu Ärzten

Über den Verdacht auf Kindesmissbrauch sprechen, ohne die Schweigepflicht zu verletzen: Das ermöglicht seit 2017 die Medizinische Kinderschutzhotline - eine Zwischenbilanz. mehr »

Hypertonie vor 40. Lebensjahr ist riskant

Junge Erwachsene, die einen erhöhten Blutdruck gemäß den US-amerikanischen Leitlinien von 2017 entwickeln, haben ein signifikant höheres Risiko für kardiovaskuläre Ereignisse als Normotoniker. mehr »

Computervirus legt Klinik lahm

Das bayerische Klinikum Fürstenfeldbruck ist von einem Computervirus lahmgelegt worden. Es hatte sich daher auch von der Integrierten Leitstelle des Landkreises abgemeldet und nur dringende Notfälle aufgenommen. mehr »