Ärzte Zeitung online, 23.09.2009

Französin will Kind von totem Ehemann

PARIS (dpa). Eine 39 Jahre alte Französin will ein Kind von ihrem verstorbenen Ehemann. Fabienne Justelle kämpft dafür, dass sie sich mit dem tiefgefrorenen Samen ihres an Krebs gestorbenen Mannes befruchten lassen darf. Die Staatsanwaltschaft sprach sich am Mittwoch in Rennes dagegen aus.

Das in einer Samenbank gelagerte Sperma dürfe nur mit Einwilligung des Spenders verwendet werden, betonte die Staatsanwältin. Das französische Gesetz lasse eine posthume Befruchtung nicht zu. Justelle zeigte sich von der Haltung der Staatsanwaltschaft schockiert. Eine Gerichtsentscheidung soll am 15. Oktober fallen.

Lesen Sie dazu auch:
Gericht verbietet Klinik Herausgabe von Eizellen an Witwe
Frau will Kind von ihrem toten Ehemann

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Hepatitisviren lauern auf Fingernägeln und Nagelscheren

HBV-Infizierte sollten ihre Nagelscheren nicht mit anderen teilen – offenbar besteht ein Infektionsrisiko. Auch bei Zahnbürsten und Rasierapparaten gilt Vorsicht. mehr »

Infarktgefahr durch schnellen Anstieg von Stickoxiden

Hohe Stickoxidkonzentrationen in der Umgebungsluft können unter anderem das Herzinfarktrisiko erhöhen. Aber auch ein schneller NO-Anstieg scheint gefährlich zu sein. mehr »

Viele Typ-1-Diabetiker erkranken erst im Alter über 30

Typ-1-Diabetes manifestiert sich offenbar öfter im mittleren Alter als bisher gedacht. Dafür spricht eine Analyse von Risikogenen bei britischen Patienten. mehr »