Ärzte Zeitung online, 06.11.2009

Wohnung nicht rechtzeitig frei: Vermieter muss zahlen

FRANKFURT/MAIN (dpa/lhe). Vermieter sind grundsätzlich zu Schadensersatz verpflichtet, wenn eine neu vermietete Wohnung nicht rechtzeitig vom Vormieter geräumt wird und dem Nachmieter Kosten entstehen. Das hat das Amtsgericht Frankfurt in einem am Donnerstag bekanntgewordenen Urteil entschieden. Das Gericht sprach damit einem Mieter 500 Euro Schadensersatz zu.

Der Mieter war über ein Maklerbüro an die Wohnung gekommen und hatte eine entsprechende Courtage gezahlt. Nach dem Abschluss des Mietvertrages stellte sich jedoch heraus, dass der Vormieter die Wohnung nicht wie vereinbart räumen werde. Der Mieter nahm daraufhin Abstand von dem Vertrag und forderte vom Hauseigentümer die Zahlung der Courtage als Schadensersatz. Der Vermieter war der Ansicht, dass ausschließlich der Vormieter Schadensersatz zu leisten habe.

Nach Auffassung des Gerichts ist allerdings der Vermieter alleiniger Vertragspartner des Mieters. Deshalb könne die Schadensersatzforderung auch nur gegen ihn geltend gemacht werden. Der Richter verwies allerdings auf die Möglichkeit des Vermieters, später den Vormieter in Regress nehmen zu können.

AZ 33 C 457/09

Topics
Schlagworte
Recht (12765)
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Demenz in D-Moll

Mit Demenzpatienten im Konzert? Viele Angehörige scheuen das. Das WDR-Orchester bietet beiden eine ganz besondere Konzertreihe - mit drei verschiedenen Formaten. mehr »

Wird die Apple Watch zum Herzrhythmus-Monitor?

Die neue Smartwatch von Apple verfügt über einen EKG-Sensor. Über eine weitere App erkennt sie Vorhofflimmern. Wie sehen mögliche Einsatzszenarien aus? mehr »

Abtreibungsgegner darf Ärzte nicht Mörder nennen

Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte hat einem katholischen Abtreibungsgegner Grenzen für Kritik an Ärzten aufgezeigt, die Schwangerschaftsabbrüche anbieten. mehr »