Ärzte Zeitung online, 20.11.2009

Eltern wollen 110 000 Euro nach tödlicher Zahn-Op

LIMBURG (dpa). Nach einer tödlichen Zahnoperation bei einer Zehnjährigen sind die Inhaber der Zahnarztpraxis und der Anästhesist auf 110 000 Euro Schmerzensgeld und Schadenersatz verklagt worden. "Es geht den Eltern nicht um das Geld, sondern um die Klärung der Sache", sagte der Rechtsanwalt der Eltern nach der ersten Verhandlung am Freitag im Limburger Landgericht.

Die Verhandlung blieb zunächst ohne Ergebnis, das Gericht will den Parteien einen Vorschlag über die Höhe der Zahlung machen.

Dem Mädchen aus dem mittelhessischen Solms waren im Oktober 2007 in einer Zahnarztpraxis in Limburg unter Narkose vier Zähne gezogen worden.

Das Mädchen, das einen Gendefekt hatte, erlitt unmittelbar nach der Operation einen Herzstillstand, wurde wiederbelebt und auf einer Intensivstation behandelt. Sie starb neun Tage später. Die Eltern werfen den Ärzten der Limburger Praxis vor, sie hätten ihre Tochter nach der Operation nicht genügend überwacht.

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