Ärzte Zeitung online, 24.11.2009

Kein Krankengeld wegen Facebook

QUEBEC (nös). Weil sie gut gelaunt auf Fotos im Internet posierte, hat eine Kanadierin Ärger mit ihrer Krankenversicherung bekommen. Die 29-Jährige war seit eineinhalb Jahren an einer Depression erkrankt und erhielt ein monatliches Krankengeld, berichtet der kanadische Fernsehsender CBC. Das habe die Versicherung nun aber eingestellt.

Als Begründung dafür erhielt Nathalie Blanchard von ihrer Krankenversicherung als Antwort, sie sei "fähig zu arbeiten, wegen der Sache mit Facebook." Damit, so Blanchard, spiele Manulife, die Versicherung, auf private Fotos in der Online-Community Facebook an. Dort sieht man sie nach eigenen Angaben bei einer Show, auf einer Geburtstagsparty und im Sommerurlaub.

Nathalie Blanchard sagte dem Fernsehsender, sie habe auf Anraten ihres Arztes versucht, etwas Spaß zu haben. Dazu zählten eben auch Nächte mit Freunden in der Bar und Kurzurlaube als Möglichkeiten, die Probleme zu vergessen.

Der Versicherer Manulife wollte sich gegenüber dem Sender CBC nicht zu dem Fall äußern. In einer schriftlichen Stellungnahme habe er jedoch mitgeteilt, dass man auch auf Information wie etwa aus Facebook nicht verzichten wolle.

Lesen Sie dazu auch:
MFA-Verband rät Arzthelferinnen zur Vorsicht bei persönlichen Infos im Web

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