Ärzte Zeitung online, 02.12.2009

Holiday Park zahlt nach Unfall Schmerzensgeld

FRANKENTHAL/HAßLOCH (dpa). Eine Frau soll wegen eines Unfalls im Holiday Park im pfälzischen Haßloch 50 000 Euro Schmerzensgeld bekommen. Im Oktober 2006 war in dem Freizeitpark bei einem Sturm eine Pappel abgebrochen. Die tonnenschwere Krone des Baums stürzte auf das Besucherzelt einer Krokodilshow.

Ein Mensch erlag seinen Verletzungen, mehrere Besucher wurden verletzt. Zu ihnen zählte die Klägerin. Der Betreiber des Freizeitparks habe einen entsprechenden Vergleich bereits akzeptiert, sagte ein Sprecher des Landgerichts Frankenthal am Mittwoch. Er bestätigte damit Medienberichte.

Die Frau könnte den Vergleich noch widerrufen, weil sie am Dienstag nicht an der Verhandlung teilnehmen konnte, sondern nur von ihrem Anwalt vertreten wurde. Sie hatte ursprünglich 100 000 Euro gefordert.

Bei der juristischen Auseinandersetzung ging es um die Frage, ob die Parkbetreiber hätten erkennen müssen, dass der Baum von einem Pilz befallen und damit bruchgefährdet war. Gutachten waren hier zu unterschiedlichen Einschätzungen gekommen.

Topics
Schlagworte
Recht (12860)
Panorama (33068)
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Wie kommen Ärzte an benötigte Grippe-Vakzinen?

Gesundheitsminister Spahn hat die rechtliche Grundlage gelegt, Grippe-Impfstoffe unter Ärzten auszutauschen. Aber wie geht das vonstatten? Darüber scheint Unklarheit zu herrschen. mehr »

Mit Pflege-Ko-Pilot Gewalt vermeiden

Etwa 1,5 Millionen Menschen werden zu Hause ohne Hilfe von Profis gepflegt. Überforderung, Vernachlässigung und nicht selten auch Gewalt sind die Folgen. Jetzt wird über Hilfe für die Helfer nachgedacht. mehr »

Mehr Handhygiene in Kita – weniger Atemwegsinfekte

Handhygieneprogramme in Kitas, bei denen Desinfektionsmittel eingesetzt werden, tragen offenbar dazu bei, Atemwegsinfekte bei unter Dreijährigen deutlich zu verringern. mehr »