Ärzte Zeitung online, 17.12.2009

Ermittlungen gegen Krankenschwester eingestellt

GARDELEGEN/STENDAL (dpa). Die Staatsanwaltschaft Stendal (Sachsen-Anhalt) hat Ermittlungen gegen eine Krankenschwester wegen ungeklärter Todesfälle im Klinikum Gardelegen eingestellt.

Es gebe keine Beweise für ein Fremdverschulden am Tod mehrerer Patienten, sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft am Donnerstag. Einzelheiten wollte die Behörde im Tagesverlauf bekannt geben. Gegen die Krankenschwester war wegen Anfangsverdachts auf Totschlag ermittelt worden.

Die Frau war in das Visier der Ermittler geraten, weil es auf der Intensivstation der Klinik eine Zunahme von Todesfällen gegeben hatte. In vielen dieser Fälle war die Frau im Dienst. Sie hatte die Vorwürfe bestritten.

Ein Gutachter hatte nach der Prüfung von 67 Krankenakten empfohlen, 15 Todesfälle genauer zu untersuchen. Weil einige dieser Leichen eingeäschert wurden, fiel die Zahl der Exhumierungen geringer aus.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Wirkstoff zum Cannabis-Entzug

Die Blockade der Fettsäureamid-Hydrolase reduziert Symptome beim Cannabis-Entzug. Mit einem Hydrolasehemmer senkten Abstinenzwillige den Konsum um fast 70 Prozent. mehr »

Arzt und Kämpfer gegen sexuelle Gewalt

Die Gewinner der Nobelpreise haben am Montag ihre Auszeichnungen entgegengenommen. Besondere Aufmerksamkeit erlangte dabei der Arzt Denis Mukwege, Träger des Friedensnobelpreises. mehr »

Erste Kassen senken Zusatzbeitrag deutlich

Die gute Konjunktur und hohe Reserven machen sinkende Zusatzbeiträge möglich – aber nicht bei jeder Krankenkasse. mehr »