Ärzte Zeitung online, 05.03.2010

Betrunkener Unfallfahrer muss für Arzt zahlen

DESSAU-ROßLAU/HALLE (dpa). Wer betrunken einen Verkehrsunfall verursacht und sich verletzt, kann an den Kosten für die ärztliche Behandlung beteiligt werden. Dies kann eine gesetzliche Krankenkasse verlangen und ebenso das Krankengeld kürzen, entschied das Sozialgericht Dessau-Roßlau nach Angaben des Landessozialgerichts in Halle vom Freitag.

Betrunkener Unfallfahrer muss für Arzt zahlen

© Orlando Florin Rosu / fotolia.com

In dem Fall war ein volltrunkener Mann, der auch Cannabis geraucht hatte, mit seinem Auto verunglückt. Die Behandlungskosten und das Krankengeld beliefen sich auf 10 000 Euro.

Nach einer Verurteilung wegen vorsätzlicher Gefährdung des Straßenverkehrs forderte die Krankenkasse 20 Prozent der Kosten zurück. Der Unfallfahrer klagte dagegen, scheiterte aber vor dem Sozialgericht.

Az: S 4 KR 38/08

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Für eine Welt ohne Typ-1-Diabetes

Ein hohes Risiko für Typ-1-Diabetes im Kindesalter erkennen und die Krankheit verhindern, ist das Ziel von Wissenschaftlern. Eine provokante PR-Aktion wirbt für ihre Arbeit. mehr »

Grippe-Impfsaison noch lange nicht vorbei!

Kein Land Europas erreicht die Influenza-Impfziele der WHO. Jetzt vor der Grippewelle appellieren Experten daher an Ärzte, noch möglichst viele Patienten zu schützen. mehr »

Wenn Insulin zum fetten Problem wird

Schon leicht erhöhte Insulinspiegel können offenbar Adipositas sehr stark fördern. Forscher haben sich den Zusammenhang angeschaut und empfehlen Intervallfasten – mit einer Einschränkung. mehr »