Ärzte Zeitung online, 04.08.2010

Amoklauf als Dienstunfall: Winnender Lehrer setzt sich vor Gericht durch

STUTTGART (dpa). In dem Prozess um Anerkennung des Winnender Amoklaufs als Dienstunfall hat sich ein 60 Jahre alter Lehrer gegen das Land Baden-Württemberg durchgesetzt. Zwar waren die psychischen Verletzungen des Pädagogen nach Auffassung des Verwaltungsgerichts Stuttgart kein Dienstunfall, weil der Lehrer der Albertville- Realschule die Bluttat im März 2009 im Krankenhaus am Fernseher verfolgt hatte.

Dennoch habe das Regierungspräsidium Stuttgart falsch gehandelt, als es seinen Antrag auf Dienstunfall zunächst bewilligte und später widerrief, urteilte das Gericht am Mittwoch. Damit gilt der Amoklauf für den 60-Jährigen aus Behördensicht wieder als Dienstunfall, der höhere Pensionsansprüche nach sich ziehen kann.

Bei der Bluttat hatte ein 17-Jähriger in Winnenden (Baden- Württemberg) und Wendlingen 15 Menschen erschossen und sich anschließend selbst getötet.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Hüpfen und Einbeinstand halten fit

Hüpfen, Treppensteigen oder auf einem Bein Zähneputzen: Mit bewussten, einfachen Übungen können alte Menschen ihre Beweglichkeit erhöhen und die Sturzgefahr senken. mehr »

Gala mit Herz und Verstand

Mit einer festlichen Gala hat Springer Medizin pharmakologische Innovationen und ehrenamtliches Engagement ausgezeichnet. Die Preisträger vermittelten Hoffnung auf Heilung und auf Hilfe, hieß es am Donnerstagabend. mehr »

Das sind die Gewinner des Galenus-von Pergamon-Preises 2017

Mit dem Galenus-von-Pergamon-Preis, der auch international große Anerkennung findet, wurden erneut Exzellenz in der deutschen pharmakologischen Grundlagenforschung und die Entwicklung innovativer Arzneimittel gekürt. mehr »