Ärzte Zeitung online, 06.08.2010

Mexikos Oberstes Gericht gibt Homo-Ehe in der Hauptstadt seinen Segen

MEXIKO-STADT (dpa). Gleichgeschlechtliche Ehen widersprechen nach einem Urteil des Obersten Gerichtshofes von Mexiko nicht der Verfassung. Die Richter entschieden damit, dass die Schließung von schwulen und lesbischen Ehen in der mexikanischen Hauptstadt rechtskräftig ist.

Im Dezember des vergangenen Jahres hatte das Parlament von Mexiko- Stadt entschieden, homosexuelle Ehen zu erlauben. Dies hatte die Generalstaatsanwaltschaft der Republik angefochten (wir berichteten). Vor allem die katholischen Kirche hat die neuen Regelungen, die ersten in Lateinamerika, scharf kritisiert.

   Die Entscheidung darüber, ob auch die Adoption von Kindern durch gleichgeschlechtliche Ehepaare der Verfassung entspricht, will der Gerichtshof bei einer weiteren Beratung am 9. August treffen. Das gilt auch für die Frage, ob die übrigen Bundesstaaten in Mexiko die in der Hauptstadt geschlossenen Homo-Ehen anerkennen müssen.

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