Ärzte Zeitung online, 06.08.2010

Mexikos Oberstes Gericht gibt Homo-Ehe in der Hauptstadt seinen Segen

MEXIKO-STADT (dpa). Gleichgeschlechtliche Ehen widersprechen nach einem Urteil des Obersten Gerichtshofes von Mexiko nicht der Verfassung. Die Richter entschieden damit, dass die Schließung von schwulen und lesbischen Ehen in der mexikanischen Hauptstadt rechtskräftig ist.

Im Dezember des vergangenen Jahres hatte das Parlament von Mexiko- Stadt entschieden, homosexuelle Ehen zu erlauben. Dies hatte die Generalstaatsanwaltschaft der Republik angefochten (wir berichteten). Vor allem die katholischen Kirche hat die neuen Regelungen, die ersten in Lateinamerika, scharf kritisiert.

   Die Entscheidung darüber, ob auch die Adoption von Kindern durch gleichgeschlechtliche Ehepaare der Verfassung entspricht, will der Gerichtshof bei einer weiteren Beratung am 9. August treffen. Das gilt auch für die Frage, ob die übrigen Bundesstaaten in Mexiko die in der Hauptstadt geschlossenen Homo-Ehen anerkennen müssen.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Nutzen Antibiotika bei Dentaleingriffen?

Patienten mit Herzklappen-Ersatz haben nach zahnärztlichen Eingriffen womöglich ein erhöhtes Risiko für infektiöse Endokarditiden. Doch wie groß ist es und schützen Antibiotika? mehr »

"Die Haltung der Kassen ist irrational"

Die Vertragsärzte kauen schwer am schwachen Ergebnis der Honorarverhandlungen für 2018. Es sei fraglich, ob der aktuelle Mechanismus auf Dauer ein geeignetes Preisfindungsinstrument sei, so KBV-Chef Dr. Andreas Gassen. mehr »

Medizin vor Ökonomie - Kodex soll Prioritäten klarmachen

Medizinische Fachgesellschaften treten gegen die Ökonomisierung der Medizin an – mit einem Kodex. mehr »