Ärzte Zeitung online, 19.08.2010

Heim-Mitarbeiter wegen Misshandlung verurteilt

MÜNCHEN (dpa). Weil sie psychisch Kranke misshandelt haben, sind zwei Mitarbeiter eines psychiatrischen Heims verurteilt worden. Das Landgericht München II sah es als erwiesen an, dass die beiden 30 und 27 Jahre alten Angeklagten Schutzbefohlene in zahlreichen Fällen mit Schlägen, Tritten und anderen Misshandlungen "ruhig gestellt" haben.

Der 30-jährige ehemalige Vizechef des Heims im oberbayerischen Kreis Miesbach wurde nach Angaben einer Justizsprecherin vom Mittwoch mit zwei Jahren und sechs Monaten Freiheitsentzug bestraft. Ein Hilfspfleger bekam eine Bewährungsstrafe von zwei Jahren. Die beiden Angeklagten hatten Übergriffe auf Bewohner zugegeben, die als nicht behandelbar von anderen Heimen überwiesen worden waren.

Der Prozess gegen den mit angeklagten Heim-Geschäftsführer und Chef der Verurteilten wird fortgesetzt. Der 51-Jährige ist Gründer der Gesellschaft "Neuer Weg" mit geschlossenen und von der Regierung Oberbayern finanzierten Heimen für psychisch gestörte Erwachsene.

Lesen Sie dazu auch:
Psychisch Kranke misshandelt - Heimleiter angeklagt

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Parodontitis als Risikofaktor für Krebs?

Ist eine Zahnbettentzündung ein Risikofaktor für bestimmte Krebsarten? Innerhalb einer großen Gruppe Frauen in der Menopause haben Forscher deutliche Zusammenhänge gefunden. mehr »

Zwischen Trauer und Krankenversorgung

19:10Spanien steht unter Terror-Schock: Nach den Attacken in Barcelona und im Badeort Cambrils wurden die Verletzten in 15 Krankenhäusern in Barcelona und Tarragona behandelt. Die „Ärzte Zeitung“ berichtet fortlaufend über die Situation vor Ort. mehr »

3-D-Druck ersetzt Gips-Zahnabdrücke

Die 3-D-Technologie hat längst Einzug in die Medizin gehalten. In München gibt es eine volldigitale Kieferorthopädie-Praxis. Vom Scan bis zum 3-D-Druck des Zahnmodells läuft alles digital. mehr »