Ärzte Zeitung online, 20.08.2010

Tod einer Lehrerin für Verteidigung kein Mord

BREMEN (dpa). Mehr als 20 Mal hat ein ehemaliger Schüler auf seine Lehrerin eingestochen: Die Verteidigung forderte am Freitag im Prozess gegen den 21-Jährigen vor dem Landgericht Bremen zehn Jahre Haft.

Die Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus sei nötig. Eine Verurteilung wegen Mordes komme nicht in Betracht. Die Staatsanwaltschaft hatte wegen Mordes eine Haftstraße von 15 Jahren und ebenfalls die Unterbringung in einer Psychiatrie gefordert.

Die Lehrerin unterrichtete in Osterholz-Scharmbeck bei Bremen an dem Gymnasium, das der junge Mann ohne Abitur verlassen hatte. Der Schüler hatte der Frau monatelang nachspioniert. Kurz vor Weihnachten erstach er sie auf der Straße vor ihrer Wohnung in Bremen. Er war nach Einschätzung von Gutachtern erheblich vermindert schuldfähig.

Topics
Schlagworte
Recht (12758)
Schule (708)
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Ärzte gehen auf Gegenkurs zu Schokoriegel und Cola

Pädiater sind alarmiert: Adipositas bei Kindern wird zunehmend zu einem sozialen Problem. Jetzt setzen sie ihre eigene Agenda und gehen auf Distanz zur Ernährungsindustrie. mehr »

Debakel für ASS

Acetylsalicylsäure schützt ältere Menschen nicht vor Herz-Kreislauferkrankungen - im Gegenteil: Ihr Sterberisiko ist erhöht. Dieses überraschende Ergebnis offenbart die ASPREE-Studie. mehr »

Doktor THC und Mister Cannabidiol

Cannabis steht im Verdacht, Psychosen durch den Wirkstoff THC auszulösen. Die Pflanze enthält aber auch antipsychotische Substanzen, die die Hirnfunktion in kritischen Bereichen normalisiert. mehr »