Ärzte Zeitung online, 20.08.2010

Tod einer Lehrerin für Verteidigung kein Mord

BREMEN (dpa). Mehr als 20 Mal hat ein ehemaliger Schüler auf seine Lehrerin eingestochen: Die Verteidigung forderte am Freitag im Prozess gegen den 21-Jährigen vor dem Landgericht Bremen zehn Jahre Haft.

Die Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus sei nötig. Eine Verurteilung wegen Mordes komme nicht in Betracht. Die Staatsanwaltschaft hatte wegen Mordes eine Haftstraße von 15 Jahren und ebenfalls die Unterbringung in einer Psychiatrie gefordert.

Die Lehrerin unterrichtete in Osterholz-Scharmbeck bei Bremen an dem Gymnasium, das der junge Mann ohne Abitur verlassen hatte. Der Schüler hatte der Frau monatelang nachspioniert. Kurz vor Weihnachten erstach er sie auf der Straße vor ihrer Wohnung in Bremen. Er war nach Einschätzung von Gutachtern erheblich vermindert schuldfähig.

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