Ärzte Zeitung online, 20.08.2010

Hessischer Schüler klagt gegen Turbo-Abitur

FRANKFURT/MAIN (dpa). Ein 13 Jahre alter Schüler aus Hessen zieht gegen eine Regelung des Turbo-Abiturs (G8) vor Gericht. Er will erreichen, dass Schüler, die das Gymnasium nach der 9. Klasse verlassen, einen Realschulabschluss und nicht nur einen Hauptschulabschluss in der Tasche haben.

Der Kläger aus dem Main-Taunus-Kreis fordere eine Gleichstellung seines Zeugnisses der 9. Klasse mit dem mittleren Bildungsabschluss, sagte der Sprecher des hessischen Verwaltungsgerichts, Hans-Ulrich Mogk, am Freitag. Er bestätigte damit einen Bericht der "Frankfurter Rundschau".

Das Argument des Schülers: Im hessischen G8-Bildungsgang sei nach der 9. KLasse der Lernstoff der Mittelstufe abgeschlossen. Nach einem Beschluss der Kultusminister-Konferenz ist die Mittlere Reife erst erreicht, wenn ein Schüler die Jahrgangsstufe 10 erfolgreich absolviert hat. Der Ausgang der Klage ist daher von bundesweitem Interesse.

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