Ärzte Zeitung, 24.08.2010

Keine Rückporto? Kein Medizinstudium!

AMSTERDAM (dpa). Weil er keine Briefmarke auf einen Rückumschlag geklebt hat, hat die zuständige Behörde einem jungen Niederländer das Medizinstudium versagt. Das war völlig korrekt so, entschied am Dienstag ein Gericht in Amelo. Es wies die Klage des 17- jährigen Niels Grote Beverborg gegen das Amt zurück.

Aufgrund seines erstklassigen Abiturs hätte dem jungen Mann aus Hengelo an der Grenze zu Deutschland ein Medizin-Studienplatz an der renommierten Reichsuniversität Groningen zugestanden. Vergeblich argumentierte der verhinderte Student vor Gericht, seine Zurückweisung sei "unverhältnismäßig und bürokratisch". Nun will er sich für das kommende Jahr einschreiben. "Diesmal mit Briefmarke", betonte er.

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