Ärzte Zeitung online, 02.09.2010

Arbeitsrichter: Klagefrist bei Kündigung einhalten

ERFURT (dpa). Auch bei zu kurz berechneten Kündigungsfristen können sich Arbeitnehmer nur innerhalb von drei Wochen wehren. Werde keine Klage in diesem Zeitraum erhoben, habe die Kündigung zum "falschen" Termin Bestand, urteilte das Bundesarbeitsgericht am Mittwoch in Erfurt.

Die obersten Arbeitsrichter wiesen damit die Klage eines Tankwarts aus Mecklenburg-Vorpommern ab. Dem Mann war im April 2008 zum 31. Juli gekündigt worden. Mit seiner Klage forderte er für August und September noch Lohn ein, da die richtige Kündigungsfrist fünf Monate betrage.

Das Gericht erkannte zwar an, dass die Tankstellen-Pächterin die Kündigungsfrist zu kurz gewählt hatte. Allerdings hätte der Tankwart binnen drei Wochen nach Zugang der schriftlichen Kündigung dagegen vorgehen müssen. Daher blieb sein Ansinnen auf nachträgliche Lohnzahlung ohne Erfolg.

Az.: 5 AZR 700/09

Topics
Schlagworte
Recht (12913)
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Warum Schlafmangel heißhungrig macht

Schlafmangel kurbelt den Hunger an, das kennen viele aus Erfahrung. Warum das so ist, haben jetzt Forscher entschlüsselt: Es liegt nicht an den Hormonen. mehr »

So hoch ist der neue Beitragssatz Ihrer Krankenkasse

Für Millionen Kassenpatienten sinkt der Beitragssatz. Welche Krankenkasse 2019 günstiger wird, welche teurer und welche ihre Beiträge stabil hält, zeigen wir in unserem großen Beitragssatz-Check mit aktuell 39 Kassen. mehr »

Künstliche Intelligenz verändert die Medizin

Bei der Künstlichen Intelligenz (KI) rückt die Medizin immer stärker in den Fokus. Medizinethiker Professor Georg Marckmann erläutert im Interview, warum KI ein wertvoller Baustein bei Diagnostik und Therapie sein kann. mehr »