Ärzte Zeitung, 13.10.2010

Sozialabgaben nicht gezahlt? Arzt droht Geldbuße!

BERLIN (reh). Zahlt ein Arzt nicht fristgemäß die Sozialabgaben für seine Mitarbeiter, verstößt er damit nicht nur gegen arbeitsrechtliche Bestimmungen, sondern auch gegen die Berufsordnung für Ärzte. Und handelt sich eine Geldbuße ein.

Wie das Berufsgericht für Heilberufe in Berlin im Fall eines Urologen entschied, gehöre die ordnungsgemäße Entlohnung der Mitarbeiter zur gewissenhaften Ausübung des Arztberufes. Und die Sozialabgaben, also die Beiträge zur gesetzlichen Kranken-, Renten- und Arbeitslosenversicherung, seien nun einmal Bestandteil des Gehalts.

Der betroffene Urologe hatte von November 2000 bis April 2006 die Sozialabgaben wissentlich nicht an die zuständige Krankenkasse gezahlt und somit insgesamt 29  724,92 Euro unterschlagen. Mit Rücksicht auf seine beengten wirtschaftlichten verhältnisse verhängte das Gericht eine Geldbuße von 5000 Euro. Dies aber auch für weitere Vergehen.

Az.: 90 A 8.07

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Zahl der Atemwegsinfekte bundesweit stark erhöht

In der 7. KW wurden 22.813 Influenza-Fälle an das Robert Koch-Institut (RKI) gemeldet, das sind rund 8000 mehr als in der Woche zuvor. mehr »

Welcher Sport tut den Gefäßen gut?

Sportliche Menschen scheinen anfälliger für atherosklerotische Koronarveränderungen zu sein als faulere. Neue Studiendaten legen nahe, dass dabei die Sportart von Bedeutung ist. mehr »

Bald Bluttest auf Brustkrebs?

18.30 hForscher an der Universität Heidelberg haben ein neues Verfahren entwickelt, mit dem sich über einen Bluttest Brustkrebs leichter erkennen lässt. Die Sensitivität wird mit 75 Prozent angegeben. Doch es gibt auch kritische Stimmen. mehr »