Ärzte Zeitung, 26.10.2010

Fundsache

Vergesslichkeit auf See strikt verboten!

Nun ist es amtlich: Vor Amerikas Küsten darf kein Taucher mehr vergessen werden - zumindest nicht, wenn er an einer geführten Tour teilnimmt. Ein Gericht in Los Angeles hat festgelegt, dass nun die Bootskapitäne und Tauchmeister persönlich prüfen müssen, dass alle Mann an Bord sind.

Geklagt hatte ein amerikanischer Hobbytaucher, der 2004 rund 20 Kilometer vor der kalifornischen Küste von seiner Tauchergruppe vergessen worden war, nachdem er sich unter Wasser nach Problemen mit dem Druckausgleich von den anderen entfernt hatte. Der Mann trieb fünf Stunden lang im Meer, bevor er zufällig von einem Jungen auf einem vorbeifahrenden Boot entdeckt wurde.

Den Betreiber der Tauchexkursionen verklagte er auf Schadenersatz für posttraumatischen Stress und gesundheitliche Schäden. Mit Erfolg: Die Jury sprach ihm knapp 1,7 Millionen Dollar zu. (dpa/maw)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Resolution gegen DSGVO-Verunsicherung und Abmahn-Angst

Nach einer ersten Abmahnwelle in Bremen wächst bei Ärzten die Verunsicherung wegen der Datenschutzgrundverordnung. 60 Verbände und die KBV haben darauf nun reagiert. mehr »

Der kleine Unterschied ist größer als gedacht

Krankheiten verlaufen bei Männern und Frauen unterschiedlich, das ist bekannt. Die Gendermedizin deckt immer mehr die geschlechtsspezifischen Besonderheiten auf. mehr »

Neue Leitlinie stärkt medikamentöse ADHS-Therapie

In den neuen S3-Leitlinien zu ADHS wird die medikamentöse Therapie bei mittelschweren Symptomen gestärkt. Experten betonen aber, dass die Arzneien nur ein Teil eines umfassenden Therapiekonzepts sein dürfen. mehr »