Ärzte Zeitung online, 02.12.2010

Kind beinahe mit Abführmittel getötet - Mutter muss ins Gefängnis

GIEßEN (dpa). Weil sie ihre kleine Tochter mit einer Dauerdosis Abführmittel beinahe umgebracht hätte, ist eine Mutter aus Hessen zu drei Jahren und drei Monaten Haft verurteilt worden.

Das Landgericht Gießen sprach die 39-Jährige am Donnerstag schuldig, dem Mädchen das Präparat über Monate hinweg verabreicht zu haben.

Am Ende litt das zwei Jahre alte Kind unter lebensgefährlichem Kaliummangel. Die Richter hielten die Frau aus Friedberg nur für vermindert schuldfähig, weil sie psychisch krank ist. Das Urteil lautete auf versuchten Totschlag, schwere Körperverletzung sowie Misshandlung Schutzbefohlener.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Pneumologen kritisieren Grenzwerte für Fahrverbote

16.30 hMehr als hundert Lungenspezialisten bezweifeln den gesundheitlichen Nutzen der aktuellen Grenzwerte für Feinstaub und Stickoxide (NOx). mehr »

Alle vier Stunden ein Arzt weniger

Die Produktivität in der ambulanten Versorgung sinkt, warnt die KBV und macht darauf mit einer "Arztzeituhr" in ihrem Gebäude aufmerksam. Der Trend habe mehrere Gründe. mehr »

Lebensmittelallergie kommt oft mit dem Alter

Viele glauben, sie haben eine Nahrungsmittelallergie – dabei ist das oft falsch, so Forscher. Und wer eine hat, bekommt sie häufig erst als Erwachsener. mehr »