Ärzte Zeitung online, 19.01.2011

Krankheitskosten leichter von der Steuer absetzbar

MÜNCHEN (dpa). Arbeitnehmer können finanzielle Belastungen durch Krankheiten künftig leichter von der Steuer absetzen. Anders als bisher müssen sie dem Finanzamt nicht mehr vor der Behandlung ein amtsärztliches Attest vorlegen.

Das entschied der Bundesfinanzhof (BFH) in einem am Mittwoch in München vorgestellten Urteil. Das Attest sei von den Steuerzahlern oft vergessen worden. Nachträglich hätten die Finanzämter die Kosten dann nicht anerkannt, erklärte das Gericht.

Künftig kann der Nachweis auch später erbracht werden, um die Kosten als außergewöhnliche Belastungen absetzen zu können. Dazu gehören laut BFH auch medizinische Aufwendungen für minderjährige Kinder.

Das Attest kann künftig auch von einem anderen unabhängigen Mediziner als einem Amtsarzt ausgestellt sein.

Az.: VI R 17/09 und VI R 16/09

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Mütter stellen früh die Weichen für Babys Gesundheit

Dicke Mutter = dickes Baby: Diese Gleichung geht oft auf - leider. Ernährungs-Experten tauschen sich daher auf einem Kongress über den frühen Einfluss der mütterlichen Ernährung u.a. auf das Diabetesrisiko des Kindes aus und geben Tipps. mehr »

Würden Ärzte Gröhe wählen?

In einer großen Umfrage fragten wir Ärzte: "Wenn der Bundesgesundheitsminister direkt vom Volk gewählt werden könnte, wen würden Sie wählen?" Lesen Sie hier die Antwort. mehr »

Bei Dauerschmerz leidet auch das Gedächtnis

Wird der Geist träger, geht das zulasten von Lebensqualität und Unabhängigkeit. Eine US-Studie hat den Einfluss anhaltender Schmerzen auf Kognition und Demenzrisiko untersucht. mehr »