Ärzte Zeitung online, 06.03.2011

Bank darf mit ausgefüllter Kreditkarte werben

KARLSRUHE (dpa). Banken dürfen bei ihren Kunden weiterhin mit Kreditkarten werben, in denen bereits deren Namen eingetragen sind. Mit solchen Aktionen werde die Entscheidungsfreiheit der Kunden nicht unzulässig beeinflusst, entschied jetzt der Bundesgerichtshof (BGH).

Nach Ansicht des BGH kann den Verbrauchern die Belästigung durch solche Werbeaktionen zugemutet werden. "Das Interesse des werbenden Unternehmens an zielgerichteter Ansprache seiner Kunden" sei höher zu bewerten "als der Eingriff in die Privatsphäre des Adressaten".

Die Tatsache, dass die sichere Entsorgung der Kreditkarten etwas größere Mühe bereitet als das einfache Wegwerfen üblicher Werbebriefe, spielte für die Richter keine Rolle.

Az.: I ZR 167/09

Topics
Schlagworte
Recht (14760)
Geld und Vermögen (11017)
Organisationen
BGH (1015)
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Innovationsfonds bleibt - und wird verändert

Seit 2016 fördert der GBA neue Versorgungsprojekte mit vielen Millionen. Jetzt wird bekannt: Mit dem Innovationsfonds geht es weiter - in etwas modifizierter Form. mehr »

Düsteres Bild der Weiterbildung

Fehlende Strukturen und Verstöße gegen Arbeitszeitgesetze: Eine Umfrage des Hartmannbundes unter knapp 1500 Assistenzärzten deckt gravierende Mängel in der Weiterbildung auf. mehr »

Was Kliniken von Luftfahrt lernen können

Zur Eröffnung des „Gesundheitskongresses des Westens“ versucht die Gesundheitsbranche, von anderen zu lernen: Nicht Fehler seien das Problem, sondern das Machtgefälle in Teams. mehr »