Ärzte Zeitung online, 06.03.2011

Bank darf mit ausgefüllter Kreditkarte werben

KARLSRUHE (dpa). Banken dürfen bei ihren Kunden weiterhin mit Kreditkarten werben, in denen bereits deren Namen eingetragen sind. Mit solchen Aktionen werde die Entscheidungsfreiheit der Kunden nicht unzulässig beeinflusst, entschied jetzt der Bundesgerichtshof (BGH).

Nach Ansicht des BGH kann den Verbrauchern die Belästigung durch solche Werbeaktionen zugemutet werden. "Das Interesse des werbenden Unternehmens an zielgerichteter Ansprache seiner Kunden" sei höher zu bewerten "als der Eingriff in die Privatsphäre des Adressaten".

Die Tatsache, dass die sichere Entsorgung der Kreditkarten etwas größere Mühe bereitet als das einfache Wegwerfen üblicher Werbebriefe, spielte für die Richter keine Rolle.

Az.: I ZR 167/09

Topics
Schlagworte
Recht (12765)
Finanzen/Steuern (10874)
Organisationen
BGH (990)
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Demenz in D-Moll

Mit Demenzpatienten im Konzert? Viele Angehörige scheuen das. Das WDR-Orchester bietet beiden eine ganz besondere Konzertreihe - mit drei verschiedenen Formaten. mehr »

Wird die Apple Watch zum Herzrhythmus-Monitor?

Die neue Smartwatch von Apple verfügt über einen EKG-Sensor. Über eine weitere App erkennt sie Vorhofflimmern. Wie sehen mögliche Einsatzszenarien aus? mehr »

Abtreibungsgegner darf Ärzte nicht Mörder nennen

Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte hat einem katholischen Abtreibungsgegner Grenzen für Kritik an Ärzten aufgezeigt, die Schwangerschaftsabbrüche anbieten. mehr »