Ärzte Zeitung online, 11.08.2011

Mietwagen nach Unfall muss im günstigsten Tarif sein

KOBLENZ (dpa). Ein Autofahrer, der nach einem Unfall einen Mietwagen nutzt, muss sich nach dem günstigsten Tarif erkundigen. Andernfalls könne er die Mietkosten dem haftenden Unfallgegner nicht voll in Rechnung stellen, entschied das Oberlandesgericht (OLG) Koblenz in einem am Donnerstag bekannt gewordenen Beschluss.

Insbesondere dürfe sich der Autofahrer nicht blindlings auf die Angaben des Fahrzeugvermieters verlassen, sondern müsse notfalls Vergleichsangebote einholen, so die Richter.

Das Gericht verweigerte mit seinem Spruch einem Fahrzeughalter, die Mietwagenkosten in voller Höhe anzuerkennen. Der Kläger hatte nach einem Unfall einen Wagen für 143,65 Euro pro Tag gemietet. Als entschieden zu hoch wertete die Versicherung des Unfallgegners die Kosten und wollte sie nicht voll erstatten.

Das OLG gab ihr Recht. Jeder Geschädigte habe eine sogenannte Schadensminderungspflicht.

Az.: 12 U 221/10

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Fischkuss bringt Angler fast um

Ein Hobbyfischer zieht eine kleine Seezunge aus dem Wasser. Kurz darauf steht sein Herz still – aber nicht vor lauter Anglerglück, wie Ärzte bald herausfinden. mehr »

Erste Beschwerden gegen Facebook und Google

Unmittelbar nach Inkrafttreten der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) hat der Verein "Noyb" erste Anzeigen gegen Google und Facebook wegen "Zwangszustimmungen" auf den Weg gebracht. mehr »

CRISPR/Cas-Methode - Zwischen Zauberwerk und Hexenkunst?

Die CRISPR/Cas-Methode könnte hohen therapeutischen Nutzen stiften. Sie lässt aber auch Allmachtsfantasien blühen. Der Ethikrat sieht dies skeptisch und fordert mehr Regulierung. mehr »