Ärzte Zeitung online, 18.09.2011

Tausende Straftaten mit DNA aufgeklärt

WIESBADEN (dpa). Mit Hilfe der DNA-Analyse-Datei des Bundeskriminalamts (BKA) sind in den vergangenen 13 Jahren rund 93.000 Straftaten aufgeklärt worden.

Die Datenbank umfasste Ende Juni fast 922.000 Gen-Spuren, wie eine BKA-Sprecherin in Wiesbaden am Sonntag weiter berichtete.

Sie bestätigte damit Informationen des Nachrichtenmagazins "Focus". Beim Abgleichen von Spuren mit den Daten landeten die Ermittler knapp 119.000 Treffer. Das heißt, sie konnten die Informationen einer anderen Spur oder einem Menschen zuordnen.

Speichelprobe dient zum Abgleich

Die DNA-Analyse-Datei wurde am 17. April 1998 eingerichtet. Für eine DNA-Analyse genügen schon geringste Spuren - etwa Hautschuppen, Haare, Sperma, Schweiß oder Speichelreste.

Besteht ein Tatverdacht, nehmen die Ermittler eine Speichelprobe des Verdächtigen. Seit dem Jahr 2000 erzielten die Fahnder mit der DNA-Datenbank in 1079 Fällen von Mord oder Totschlag Erfolge.

Die Datei half unter anderem auch bei der Aufklärung von 1963 Vergewaltigungen, knapp 74.000 Diebstählen und rund 6400 Fällen von Raub und Erpressung.

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