Ärzte Zeitung online, 21.09.2011

Medizinstudium in 48 Semestern

SCHLESWIG/LÜBECK (dpa). Die Uni Lübeck darf einen Dauer-Medizinstudenten von der Hochschule verweisen, der nach satten 48 Semestern noch immer keine ärztliche Vorprüfung abgelegt hat.

Das hat das Verwaltungsgericht in Schleswig am Dienstag in mündlicher Verhandlung entschieden. Das Gericht sei der Argumentation der Hochschule gefolgt, wonach der Student keine Chance auf nochmalige Zulassung zur Prüfung gehabt hätte, sagte eine Gerichtssprecherin.

Die Universität hatte den Studenten, der seit dem Wintersemester 1985/86 für das Fach Humanmedizin eingeschrieben war, 2009 exmatrikuliert. Dagegen hatte der Mann geklagt.

Die Frage, ob Universitäten nach dem neuen Hochschulgesetz des Landes generell die Möglichkeit haben, Studenten nach Ablauf einer bestimmten Studiendauer zu exmatrikulieren, sei aber weiter offen, sagte die Sprecherin. Gegen das Urteil ist Berufung beim Oberverwaltungsgericht möglich.

Az.: 7 A 57/09

Topics
Schlagworte
Recht (12765)
Panorama (32846)
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Wann das Smartphone für Kinderaugen gefährlich wird

Kleine Kinder sollten lieber mit Bauklötzen spielen als mit Smartphones, raten Augenärzte. Denn: Wenn die Kleinen häufig und lange auf Bildschirme starren, leiden nicht nur ihre Augen. mehr »

Auf Zungenküsse besser verzichten?

Zungenküsse erhöhen offenbar das Risiko für HPV-Infekte und damit auch für Mund-Rachen-Tumoren. US-Experten haben sich das Krebsrisiko jetzt einmal genauer angesehen. mehr »

Demenz in D-Moll

Mit Demenzpatienten im Konzert? Viele Angehörige scheuen das. Das WDR-Orchester bietet beiden eine ganz besondere Konzertreihe - mit drei verschiedenen Formaten. mehr »