Ärzte Zeitung, 16.11.2011

Umsatzsteuer auf Anästhesie bei Schönheits-OP

MÜNCHEN (mwo). Anästhesistische Leistungen bei Operationen sind nur dann umsatzsteuerfrei, wenn die Operation einer Heilbehandlung dient.

Die Anästhesie bei Schönheits-OPs gehört daher nicht dazu, heißt es in einem kürzlich veröffentlichten Beschluss des Bundesfinanzhofs (BFH) in München.

Von der Umsatzsteuer befreit sei nur die ärztliche Diagnose und Heilbehandlungen, die zur Vorbeugung, Diagnose, Behandlung und auch der Heilung von Krankheiten dienen.

Steht bei der Heilbehandlung also der Schutz der Gesundheit im Mittelpunkt, sind die Leistungen umsatzsteuerbefreit.

Eine Schönheits-OP sei aber keine Heilbehandlung, so der BFH unter Hinweis auf ein eigenes Urteil vom Oktober 2010.

Az.: V B 64/11

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Neuropathie-Test 2.0 – Handy-Vibration ersetzt Stimmgabel

Es genügt ein Handy mit Vibrationsfunktion: An den Fuß eines Diabetespatienten gehalten, zeigt es Forschern zuverlässig an, ob dieser an einer peripheren Neuropathie leidet. mehr »

Pflegerat fordert 50.000 Stellen für die Krankenhäuser

Was hat die Pflegepolitik bewirkt? Die Meinungen sind gespalten: Gesundheitsminister Gröhe lobt die Erfolge der Koalition in der Pflegepolitik. Der Pflegerat hält dagegen. mehr »

Bluttest erkennt acht Krebsformen gleichzeitig

Ein universeller Bluttest auf Krebs zur Früherkennung: Dieser Vision sind US-Forscher jetzt einen Schritt nähergekommen. mehr »