Ärzte Zeitung, 19.11.2011

Schadenersatz für Sturz bei Op

AURICH (dpa). Mehr als fünf Jahre nach ihrem Sturz von einem Op-Tisch hat eine 87-Jährige aus Niedersachsen Schadenersatz, eine Rente und Schmerzensgeld erstritten.

Das Landgericht Aurich gab der Familie der Frau am 18. November Recht, die mit der Versicherung des Krankenhauses in Leer einen langwierigen Rechtsstreit ausgefochten hatte.

Mit den erstrittenen Summen von gut 90.000 Euro und der Rente in Höhe von monatlich rund 1500 Euro könnten die Kläger leben, sagte der Anwalt der Familie.

Die Frau war im Juli 2006 während eines Routineeingriffs vom OP-Tisch gefallen. Einem Gutachten zufolge ist die Frau seitdem halbseitig gelähmt und auf den Rollstuhl angewiesen.

Sie kann nach Angaben ihres Anwalts nicht mehr alleine essen, zur Toilette gehen oder sich anziehen. Daher sei eine Betreuung rund um die Uhr nötig.

Die Versicherungsanwälte hatten argumentiert, die Patientin sei schon vor dem Sturz wegen einer früheren Rheuma-Erkrankung auf Pflege angewiesen gewesen. Die Familie hatte dies bestritten. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Auf Zungenküsse besser verzichten?

Zungenküsse erhöhen offenbar das Risiko für HPV-Infekte und damit auch für Mund-Rachen-Tumoren. US-Experten haben sich das Krebsrisiko jetzt einmal genauer angesehen. mehr »

Das ist bei einer Datenpanne zu tun

Bei einem Datenleck in der Praxis sind Inhaber nach der Datenschutzgrundverordnung verpflichtet, dies zu melden. Wem und wie, das erläutern Medizinrechtler. mehr »

Urologen befeuern Diskussion um Herztoddiagnostik

Die Deutsche Gesellschaft für Urologie fordert große Reformen bei der Organspende. DGU-Präsident Professor Paolo Fornara erläutert im Interview, welche Neuregelungen seiner Meinung nach dringend nötig sind. mehr »