Ärzte Zeitung online, 03.01.2012

Strafe für Handel mit verbotenem Pflanzengift

HAMBURG (dpa). Ein 67 Jahre alter Hamburger Kaufmann hat tonnenweise verbotene, hochgiftige Pflanzenschutzmittel an Kunden in Deutschland und Europa verkauft.

Dafür verurteilte ihn das Landgericht der Hansestadt am Dienstag zu einer Freiheitsstrafe von einem Jahr und sechs Monaten auf Bewährung.

Er muss zudem mehr als 340 000 Euro zahlen. "Dem Angeklagten wird praktisch sein ganzes Vermögen weggenommen", sagte der Vorsitzende Richter.

Die Kammer sah es als erwiesen an, dass der nicht vorbestrafte Hamburger Kaufmann unter anderem das gefährliche und krebserregende Pestizid Nikotinsulfat aus China eingeführt und umdeklariert an Gartenbaubetriebe weiterverkauft hatte.

Die Staatsanwaltschaft hatte eine Bewährungsstrafe von zwei Jahren für angemessen gehalten. Die Verteidigung hatte kein konkretes Strafmaß gefordert. Sie ließ offen, ob sie in Revision gehen will. Der Angeklagte hatte in dem Prozess ein umfassendes Geständnis abgelegt.

Topics
Schlagworte
Recht (12762)
Panorama (32838)
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Debakel für ASS

Acetylsalicylsäure schützt Ältere nicht vor Herz-Kreislauferkrankungen - im Gegenteil: Ihr Sterberisiko ist erhöht. Mit diesem Ergebnis überrascht die ASPREE-Studie. mehr »

Junge sind besonders depressionsgefährdet

Der Alltag junger Menschen birgt hohe Risiken für Depressionen. Ärzte warnen: Die Gefahr der Chronifizierung ist groß. mehr »

Allergien machen Kindern zu schaffen

Allergien, psychische Störungen und Unfälle bleiben die häufigsten Risiken für chronische Krankheiten von Kindern. Vor allem Asthma, Heuschnupfen und Neurodermitis beeinträchtigen den Nachwuchs. mehr »