Ärzte Zeitung, 19.04.2012

Sperma nicht vernichtet: Ärzte müssen Unterhalt zahlen

DORTMUND (akr). Das Landgericht Dortmund hat zwei Ärzte für Geburtshilfe zur Übernahme der Unterhaltskosten für Zwillinge verurteilt.

Geklagt hatte der Vater der Kinder. Er hatte Sperma in einer Klinik abgegeben. Die Probe sollte nach einem Jahr vernichtet werden. Seine Ex-Lebensgefährtin hatte sich damit aber drei Jahre später künstlich befruchten lassen.

"Die Ärzte waren verpflichtet, dafür zu sorgen, dass das Sperma nicht zu unbefugten Zwecken verwendet wird", sagt Richter Roland Büchel.

Ob des grundsätzlichen Charakters erwarten Beobachter, dass der Fall zum Bundesgerichtshof geht.

Az.: 4 O 320/10

[20.04.2012, 21:38:23]
Dr. Marcel Marquardt 
Die Begründung ist schon hinrissig
Die Frau betrügt sowohl Ihren "Ehemann" durch die nicht abgesprochene Befruchtung, als auch das Zentrum durch das Vorgaukeln einer offensichtlich nicht abgesprochenen Handlung. Da sich sonst nichts besseres finden lässt, erfolgt eine Verurteilung wegen "Überlagerung". Was für eine spitzfindige Verurteilung. Das schönste Szenario wäre jetzt, wenn das Ehepaar den Unterhalt einsacken und trotzdem zusammen bleiben würde. zum Beitrag »

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Intensives Ausdauertraining bremst frühen Parkinson

Sport lohnt sich: Kommen Parkinsonkranke im frühen Stadium regelmäßig ins Schwitzen, bleiben ihre motorischen Fähigkeiten über mindestens ein halbes Jahr hinweg stabil. mehr »

Wo und wann sich Patienten im Krankenhaus wohlfühlen

Die Bertelsmann Stiftung hat untersucht, wo Patienten ihren Klinikaufenthalt am besten bewerten. Dabei fanden die Analysten interessante Zusammenhänge heraus. mehr »

Krebsüberlebende nach Infarkt oft untertherapiert

Patienten mit Herzinfarkt, die eine Krebsdiagnose in ihrer Anamnese stehen haben, erhalten seltener eine leitliniengerechte Therapie. Das wirkt sich auch auf die Mortalität aus. mehr »