Ärzte Zeitung, 22.08.2012

Beschneidung

Arzt zeigt Rabbiner an

MÜNCHEN (sto). Wegen Beschneidung von Kindern ist ein Rabbiner aus Hof in Oberfranken von einem Arzt aus Hessen angezeigt worden.

Ob ein Ermittlungsverfahren eingeleitet wird, stehe nach Angaben der Staatsanwaltschaft Hof noch nicht fest, berichtete der Bayerische Rundfunk.

Der angeschuldigte Rabbiner sagte dem BR, die letzte Beschneidung, die er durchgeführt habe, liege schon Jahre zurück.

Der Arzt aus Hessen soll dem Bericht zufolge einer Gruppe von rund 600 Medizinern und Juristen angehören, die sich im Juli in einem offenen Brief an die Bundesregierung für eine Versachlichung der Diskussion um die Beschneidung ausgesprochen hatte.

Die Religionsfreiheit könne kein Freibrief zur Anwendung von (sexueller) Gewalt gegenüber nicht einwilligungsfähigen Jungen sein.

Topics
Schlagworte
Recht (12812)
Beschneidung (62)
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Neue Arzneien zum Schutz vor Brüchen

Osteoporose wird oft übersehen. Der Welt-Osteoporose Tag rückt die Erkrankung ins Bewusstsein. Zum Schutz vor Frakturen werden derzeit neue Substanzen erprobt. mehr »

Vergangenheit, die nicht vergeht

Ramstein, Eschede, Loveparade in Duisburg: Großunglücke lassen bei Opfern und oft auch bei Einsatzkräften seelische Wunden zurück. Psychotraumatologen können den Betroffenen in der Regel gut helfen. mehr »

Politik hat die Bedeutung der Arzneimittelforschung erkannt

Gute Versorgungsideen sind in der Politik willkommen, stellte Gesundheitsminister Jens Spahn bei der Springer Medizin Gala zum Galenus-von-Pergamon-Preis klar. mehr »