Ärzte Zeitung, 28.11.2012

Verzögert wegen Behinderung

Keine Entschädigung wegen Mitreisenden

MÜNCHEN. Ein Reiseunternehmen muss ein Ehepaar nicht dafür entschädigen, dass eine fast blinde Frau den Ablauf des Urlaubs wegen ihrer Behinderung verzögert hat.

Ein entsprechendes Urteil des Amtsgerichts München ist nun rechtskräftig. Eine Frau, die mit ihrem Mann an einer Reise nach Südafrika teilgenommen hat, hatte gegen ein Reiseunternehmen geklagt.

Sie verlangte 714 Euro, weil der Ablauf der Reise wegen der fast blinden Frau verzögert worden sei. Ihrer Ansicht nach hätte die Firma nur solchen Gästen die Reise erlauben dürfen, die keine intensive Betreuung benötigen.

Die Richterin wies die Klage ab. Mit der Betreuung einer behinderten Mitreisenden weiche ein Reiseunternehmen nicht von der geschuldeten Leistung ab.

Zudem sei immer damit zu rechnen, dass an einer Reise auch Menschen mit Behinderung teilnähmen. Somit liege kein Mangel vor, der einen Anspruch auf Schadenersatz rechtfertige. (dpa)

Az.: 223 C 17592/11

Topics
Schlagworte
Recht (12503)
Panorama (32318)
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

628 Kliniken soll Geld gestrichen werden

17:00Hunderte Krankenhäuser sollen nach einem Beschluss des Gemeinsamen Bundesausschusses keinen Zuschlag mehr für die Notfallversorgung erhalten. mehr »

Junge Besucher waren "Verjüngerungskur für DGIM"

Die "Ärzte Zeitung" hat den letzten DGIM-Kongresstag mit der Kamera begleitet. Tagungspräsident Sieber hat uns dabei Rede und Antwort gestanden - und erzählt, was ihn in den Tagen begeistert hat. mehr »

Keuchhusten - längst keine Kinderkrankheit mehr

An Pertussis erkranken in Deutschland vor allem Erwachsene. Sie stellen eine Gefahr für Säuglinge dar. Wir zeigen, wie viele Erkrankte es seit 2001 gab und wie alt sie waren. mehr »