Ärzte Zeitung, 25.02.2013

Schüßler-Salze

Richter schützen Schwangere vor Werbung

KÖLN. Ein Hersteller von homöopathischen Arzneimitteln darf nicht mit dem Slogan werben: "Schüßler-Salze - Sanfte Begleiter in der Schwangerschaft".

Das hat das Oberlandesgericht (OLG) Hamm in einem rechtskräftigen Urteil entschieden. Mit dieser Aussage hatte ein Unternehmen für zwei seiner Arzneimittel in einer deutschen Hebammenzeitschrift geworben.

Die Wirkung der Homöopathika sei aber nicht wissenschaftlich gesichert, stellten die Richter fest. Sie sahen die Gefahr, dass Hebammen Schwangeren zur Einnahme der Arzneimittel raten.

Das könnte die Frauen von der Befragung des Arztes oder von der Einnahme angeblich mehr belastender, aber besser helfender Präparate abhalten, so das OLG. (iss)

Az.: 1-4 U 141/12

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Was schützt wirklich vor der prallen Sonne?

Auch beim Sonnenschutz setzen immer mehr Menschen auf Naturprodukte. Forscher haben die Schutzwirkung von Samen und Ölen untersucht - mit zwiegespaltenem Ergebnis. mehr »

"Abwarten und Teetrinken geht nicht mehr"

Unser London-Korrespondent Arndt Striegler beobachtet die Brexit-Verhandlungen hautnah - und ist verwundert über die May-Regierung, während die Ärzte immer mehr in Panik verfallen. mehr »

Pflege bleibt Problembereich

Der Abrechnungsbetrug im Gesundheitswesen ist 2016 drastisch zurückgegangen. Die erweiterten Kontrolloptionen der Leistungsträger müssen aber erst noch Wirkung zeigen. mehr »