Ärzte Zeitung, 28.03.2013

Leitartikel

Lassen Prüfgremien den Grundsatz "Beratung vor Regress" leerlaufen?

Seit 2012 gilt, dass bei erstmaligem Überschreiten des Richtgrößenvolumens um mehr als 25 Prozent zunächst eine individuelle Beratung erfolgt. Pauschale schriftliche Belehrungen erfüllen die Anforderungen an eine Beratung nicht.

Von Gerhard Nitz

Lassen Prüfgremien den Grundsatz "Beratung vor Regress" leerlaufen?

Ab 25 Prozent über Fachgruppenschnitt wird die Sache heiß: Dann wird individuell nachgeregelt.

© panpote/Fotolia.com

Mit dem Versorgungsstrukturgesetz hat der Gesetzgeber eine langjährige ärztliche Forderung zumindest teilweise erhört: An die Stelle potenziell ruinöser Arzneimittelregresse tritt zunächst eine Beratung.

Ein Regress ist erstmals in Bezug auf Verordnungen zulässig, die zeitlich nach dieser Beratung erfolgen. Bei Kassen stieß diese neue Regel - wenig überraschend - nicht auf Gegenliebe, förderte Regressangst doch ein restriktives Verordnungsverhalten.

Auch bei den Prüfgremien hielt sich die Begeisterung über das neue Gesetz in Grenzen. Nun müssen sie sich nämlich von einer eher juristisch und statistisch arbeitenden Behörde zu einer medizinisch-wirtschaftlich beratenden Einrichtung wandeln. ...

Jetzt gleich lesen ...Jetzt gleich lesen ...

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Alzheimer-Anzeichen schon 25 Jahre vor Ausbruch

Die Alzheimer-Demenz kündigt sich in einigen Formen offenbar lange vor Krankheitsbeginn an. Das bringt Zeit, um die Erkrankung zu verhindern - womöglich sogar zwei Jahrzehnte. mehr »

Konzept der E-Patientenakte steht

Die elektronische Patientenakte nimmt konkrete Formen an. Ärzte, Zahnärzte, Krankenkassen und gematik haben sich auf ein Vorgehen zur Gestaltung der ePA geeinigt. Die Industrie bleibt vorerst außen vor. mehr »

Placebo ist nicht gleich Placebo

Ein Scheinmedikament zu verordnen, gilt manchen Ärzten als anrüchig - andere halten es für legitim. Bei vielen hängt es davon ab, woraus das spezielle Placebo besteht. mehr »