Ärzte Zeitung, 15.05.2013

Vier tote Neugeborene

Todesstrafe für US-Abtreibungsarzt?

WASHINGTON. Dem Betreiber einer Abtreibungsklinik in Philadelphia (US-Staat Pennsylvania) droht wegen dreifachen Mordes die Todesstrafe. Ein Gericht befand den 72-Jährigen für schuldig, vorsätzlich Neugeborene getötet zu haben.

Demnach hat der Arzt die Babys, die bei Schwangerschaftsabbrüchen lebend zur Welt gekommen waren, mit einer Schere tödlich am Rückenmark verletzt. Seine Patientinnen waren in einem Stadium ihrer Schwangerschaft, in dem Abtreibungen gesetzlich verboten sind.

Zusätzlich wurde der Arzt nach einer zehntägigen Beratung der Geschworenen auch der fahrlässigen Tötung einer 41 Jahre alten Patientin schuldig gesprochen. Insgesamt war er wegen der Ermordung von sieben Neugeborenen angeklagt, aber der Richter ließ im Zuge der Verhandlung einige Vorwürfe fallen.

Das Strafmaß soll in der kommenden Woche bekanntgegeben werden. Die Staatsanwaltschaft fordert die Todesstrafe. (dpa)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

TSVG-Dialog mit offenem Ende

Jens Spahn (CDU) und Vertreter der Ärzteschaft haben beim mit Spannung erwarteten Dialog in Berlin die Klingen gekreuzt. Am Ende blieben Perspektiven für Kompromisse. mehr »

Varizellen-Impfung – ein Segen für Kinder

Seit 2004 wird allen Kindern die Impfung gegen Windpocken empfohlen. Der Schutz ist eine Erfolgsgeschichte: Die Krankheit wurde zurückgedrängt und mögliche schwere Komplikationen werden vermieden. mehr »

So viel Zucker pro Tag darf's sein

Die Auswertung von Fachstudien ist eindeutig genug, um eine konkrete Obergrenze für den täglichen Zuckerkonsum festzulegen. Drei Fachgesellschaften haben sich nun auf eine Menge geeinigt. mehr »