Ärzte Zeitung, 14.10.2013

Urteil

Keine Beihilfe für Nahrungsergänzungsmittel

Kosten für Güter des täglichen Bedarfs müssen nicht übernommen werden.

KOBLENZ. Für Nahrungsergänzungsmittel erhalten Beamte keine Beihilfe. Das hat jetzt das Verwaltungsgericht Koblenz bekräftigt. Es wies damit eine Beamtin aus Rheinland-Pfalz ab.

Für verschiedene Präparate hatte sie bei der Beihilfe 21 Rechnungen über insgesamt 3226 Euro eingereicht. Die Behörde lehnte Beihilfeleistungen ab, weil es sich durchweg um Nahrungsergänzungsmittel handele.

Mit ihrer Klage machte die Frau geltend, sie leide unter verschiedenen Krankheiten, insbesondere Nervosität, Muskelschmerzen, Schlafstörungen, Ängsten, depressiven Verstimmungen und Migräne.

Die verschiedenen Präparate hätten ihr geholfen und auch ihre Blutwerte verbessert.

Das Verwaltungsgericht wies die Klage ab. Die Beihilfe zahle nur für Arzneien auf die Verordnung eines Arztes oder Heilpraktikers. Selbst mit Verordnung seien Mittel nicht beihilfefähig, die andere Güter des täglichen Bedarfs ersetzen.

Dazu gehörten neben Diätkost auch Nahrungsergänzungsmittel. Hier gebe es bei bestimmten Krankheiten Ausnahmen, etwa für Aminosäuremischungen, Eiweißhydrolysate, Elementardiäten und Sondennahrung, eine solche Ausnahme liege hier aber nicht vor. (mwo)

Az.: 6 K 486/13

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Lindert eine Lichtdusche Rückenschmerzen?

In einer Pilotstudie fanden US-Forscher Hinweise, dass Licht subjektive Schmerzen lindert. Eine morgendliche Lichtdusche könnte gegen chronische Rückenschmerzen helfen. mehr »

VR-Brille anstatt Zigarette

Eine Virtual-Reality-Anwendung soll Raucher vom Glimmstängel wegbringen. Die Idee: Sie lernen virtuell ihren Raucher-Impuls zu kontrollieren. mehr »

Konzept der e-Patientenakte steht

Die ePA nimmt Formen an. Ärzte, Kassen und gematik haben sich auf ein Vorgehen zur Gestaltung der ePA geeinigt. Die Industrie bleib vorerst außen vor. mehr »