Ärzte Zeitung online, 06.03.2014

Tödlicher Behandlungsfehler

Anästhesist zu Geldstrafe verurteilt

Nach einer ambulanten Op an den Polypen starb ein zweijähriges Mädchen. Jetzt ist ein Narkosearzt wegen fahrlässiger Tötung verurteilt worden - und zwar zu einer Geldstrafe.

GERA. Wegen fahrlässiger Tötung ist ein Narkosearzt aus Thüringen zu einer Geldstrafe von 11.700 Euro verurteilt worden. Das Urteil ist aber noch nicht rechtskräftig.

Die Richter am Landgericht Gera attestierten dem angeklagten Anästhesisten insgesamt drei Behandlungsfehler, die einer Zweijährigen das Leben gekostet haben.

Das Kind hatte nach der ambulanten Operation an den Polypen einen akuten Sauerstoffmangel erlitten und war drei Tage später an schwersten Hirnschäden gestorben.

"Wenn es zeitnah in eine Klinik gebracht worden wäre, hätten solch schwere Folgen vermieden werden können", sagte der Vorsitzende Richter Martin Giebel mit Verweis auf Aussagen mehrerer Gutachter. (dpa)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Welcher Grippeimpfstoff ist für Senioren am besten?

Für ältere Menschen gelten spezielle Impf-Anforderungen, so die Deutsche Gesellschaft für Geriatrie. Sie hat daher Tipps für Hausärzte zusammengestellt. mehr »

Keine Bürgerversicherung, aber viele Wünsche

Beim Neujahrsempfang der Deutschen Ärzteschaft zeigte man sich erleichtert, dass die Bürgerversicherung vorerst vom Tisch ist. Reformbedarf gebe es aber. mehr »

Personalmangel in der Pflege gefährdet Patienten

Die Gesundheitspolitik der künftigen Regierung wird einen Schwerpunkt bei Pflege setzen müssen. Davon zeigten sich Fachleute im Vorfeld des Kongress Pflege überzeugt. mehr »