Ärzte Zeitung, 11.08.2014

Polizeibeamte

Kein Anspruch auf Beihilfe zum Augenlasern

MÜNCHEN. Eine stark kurzsichtige Polizeibeamtin hat keinen Anspruch auf eine staatliche Finanzspritze für die Korrektur ihrer Sehschwäche per Laser-Eingriff.

Das Verwaltungsgericht München wies am Donnerstag die Klage der Oberkommissarin gegen den Freistaat Bayern auf Beihilfe zu der Operation ab. Die Beamtin habe nicht hinlänglich begründet, warum sie ihren Dienst nicht mit Brille leisten könne.

Als Gruppenleiterin einer "sehr, sehr stark belasteten Dienststelle" des Polizeipräsidiums Oberbayern habe sie ständig mit Gewalttaten zu tun, schilderte die 38-Jährige ihre Tätigkeit.

Die Gefahrenlage sei so, dass "zu meinem Schutz und auch dem der Kollegen" der Eingriff nötig gewesen sei. Kontaktlinsen vertrage sie nicht, die Brille müsse sie "im Zweifel abnehmen". Dann sehe sie mit 4 beziehungsweise 4,25 Dioptrien aber nur verschwommen.

Ohne Laser-Op wäre ihr nur der Verzicht auf den Außendienst geblieben, und den mache sie "halt gern, das ist Dienst am Bürger", sagte die Landesjugendvorsitzende der Gewerkschaft der Polizei.

Die Hälfte der Kosten von fast 3100 Euro ersetzte ihre private Versicherung. Das Land müsse 50 Prozent Beihilfe aber nur für Kosten zahlen, die "medizinisch notwendig und der Höhe nach angemessen sind", so das Gericht. (dpa)

Az.: M 17 K 13.3362

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Dieses Training hält jung

Forscher haben in einer Studie Trainingsformen identifiziert, die die Zellalterung verlangsamen: Wer sein Leben verlängern will, sollte wohl eher aufs Laufband als in die Muckibude. mehr »

Mehr Ausgaben zur Gesundheitsförderung

Die gesetzlichen Krankenkassen haben im vergangenen Jahr 8,1 Millionen Menschen mit gesundheitsfördernden und präventiven Maßnahmen erreicht – so viele wie nie zuvor. Doch es gibt auch Lücken. mehr »

Zahl der Abtreibungen zurückgegangen

2018 wird es wohl weniger Schwangerschaftsabbrüche geben als im Jahr zuvor, so eine Statistik. mehr »