Ärzte Zeitung App, 11.09.2014

Therapie

Ärzte müssen auch Günstiges anbieten

KÖLN. Patienten müssen eine teure Behandlung nicht bezahlen, wenn sie nicht ordnungsgemäß über Alternativen aufgeklärt worden sind und sonst eine günstigere Variante gewählt hätten.

Das hat das Oberlandesgericht Hamm entschieden. Eine Patientin hatte nach einer Implantatbehandlung mit Knochenaufbau durch gezüchtetes Knochenmaterial ihren Kiefernchirurgen verklagt.

Sie sollte 16.000 Euro der bis dato angefallenen Behandlungskosten von 42.000 Euro zahlen. Wäre sie über günstigere Möglichkeiten zur Behandlung informiert worden, hätte sie sich gegen die durchgeführte Behandlung entschieden, hatte die Frau argumentiert. (iss)

Urteil Oberlandesgericht Hamm: Az. 26 U 35/13

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Reiseimpfungen 2018 – Welcher Schutz ist nötig?

Egal, wohin die Reise geht, die Basisimpfungen sollten vorhanden sein. Doch auch 2018 gibt es für einige Länder spezielle Empfehlungen. mehr »

Mehr Trinken bringt kranken Nieren nichts

Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion einen höheren Wasserkonsum nahezulegen, nützt nicht viel: Die Harnmenge nimmt etwas zu, doch die Nierenfunktion verbessert sich nicht. mehr »

Drogenbeauftragte möchte keine "Legalisierungsdiskussion"

Die Zahl der Rauschgiftdelikte steigt und steigt, wie die neueste Statistik des Bundeskriminalamts zeigt. Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung warnt vor einer "Normalität" beim Konsum bestimmter Drogen. mehr »