Ärzte Zeitung, 17.12.2014

Bei Mobbing

Drei Jahre Zeit, Klage einzureichen

ERFURT. Mobbingopfer am Arbeitsplatz müssen nicht sofort klagen, wenn sie ein Schmerzensgeld erstreiten wollen.

Es gilt die allgemeine Verjährungsfrist von drei Kalenderjahren, urteilte jetzt das Bundesarbeitsgericht (BAG) (Az.: 8 AZR 838/13).

Innerhalb dieses Zeitraums kann der Anspruch nicht wegen bloßer Untätigkeit verwirken.

Der Kläger war nach eigenen Angaben von einem neuen Vorgesetzten gemobbt und dadurch depressiv geworden. Erst nach knapp zwei Jahren klagte er auf Schmerzensgeld.

Das Landesarbeitsgericht Nürnberg meinte, der Arbeitgeber müsse nach so langer Zeit nicht mehr mit einer Klage rechnen. Dem widersprach das BAG. Ein bloßes Zuwarten sei in Mobbingfällen nicht treuwidrig. (mwo)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Was schützt wirklich vor der prallen Sonne?

Auch beim Sonnenschutz setzen immer mehr Menschen auf Naturprodukte. Forscher haben die Schutzwirkung von Samen und Ölen untersucht - mit zwiegespaltenem Ergebnis. mehr »

"Abwarten und Teetrinken geht nicht mehr"

Unser London-Korrespondent Arndt Striegler beobachtet die Brexit-Verhandlungen hautnah - und ist verwundert über die May-Regierung, während die Ärzte immer mehr in Panik verfallen. mehr »

Pflege bleibt Problembereich

Der Abrechnungsbetrug im Gesundheitswesen ist 2016 drastisch zurückgegangen. Die erweiterten Kontrolloptionen der Leistungsträger müssen aber erst noch Wirkung zeigen. mehr »