Ärzte Zeitung online, 27.01.2015

Ägypten

Arzt nach tödlicher Genitalverstümmlung verurteilt

Ein ägyptischer Arzt ist nach Angaben von Aktivisten wegen des Todes eines 13-jährigen Mädchens nach einer Genitalbeschneidung zu zwei Jahren Haft verurteilt worden.

KAIRO. Die Entscheidung sei vom Kairoer Berufungsgericht getroffen worden, nachdem der Mediziner in erster Instanz freigesprochen worden war, meldete das ägyptische Zentrum für Frauenrechte.

Die Praxis des Arztes müsse für ein Jahr geschlossen werden. Beschneidungen sind in Ägypten seit 2008 verboten, dennoch ist die Praxis in dem konservativen arabischen Land verbreitet.

Bei der Beschneidung werden Klitoris und Schamlippen der Mädchen entfernt, meist im Kindesalter. (dpa)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Die Malaria-Gefahr wächst

Weltweit steigen Erkrankungszahlen an Malaria seit zwei Jahren wieder. Es trifft nicht nur Kinder in Entwicklungsländern, sondern auch Reisende aus Deutschland. mehr »

Kein Frühstück = höheres Diabetes-Risiko

Wer das Frühststücken auslässt, erhöht damit womöglich das Risiko für Diabetes. Eine Metaanalyse mit fast 100.000 Teilnehmern zeigt: Die Gefahr wächst mit den Tagen. mehr »

Grünes Licht für die MWBO-Novelle

Weniger Richtzeiten und kompetenzbasiertes Lernen: Der Vorstand der Bundesärztekammer hat die Novelle der (Muster-)Weiterbildungsordnung beschlossen. mehr »