Ärzte Zeitung, 27.01.2015

Kindesmissbrauch

Kritik an mangelnder Aufklärung

BERLIN. Fünf Jahre nach dem Bekanntwerden zahlreicher Fälle von sexuellem Missbrauch an Schulen und kirchlichen Einrichtungen kommt die Aufarbeitung des Skandals nur schleppend voran.

Das kritisierte der Unabhängige Beauftragte Johannes-Wilhelm Rörig am Montag in Berlin. Hoffnungen richtet Rörig nun auf eine neue Kommission, die 2016 tätig werden soll. Ein entsprechender Vorschlag von Union und SPD wird am Freitag im Bundestag beraten.

Betroffene zogen auf einer Pressekonferenz in Berlin eine zum Teil vernichtende Zwischenbilanz der bisherigen Aufarbeitung.

"Es wird nur das eingestanden, was nachgewiesen ist", sagte Anselm Kohn, Sprecher der Initiative Missbrauch der evangelischen Kirche in Ahrensburg. In Deutschland werden nach Schätzungen rund 100.000 Mädchen und Jungen pro Jahr sexuell missbraucht.

Als Haupttatort gilt die Familie. (dpa)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Bekommen Kinder O-Beine durch Sport?

Zu O-Beinen neigen offenbar viele Kinder, die bestimmte Sportarten betreiben. Dabei wirkt die einseitige Druckbelastung im Knie als Wachstumsbremse, vermuten Forscher. mehr »

Neue Leitlinie zum Kopfschmerz durch Schmerzmittel-Übergebrauch

Schmerzmittel können vorbestehende Kopfschmerzen verstärken und chronifizieren - wenn man sie zu oft, zu lange oder zu hoch dosiert einnimmt. Eine neue Leitlinie zeigt auf, wie Ärzte solchen Patienten helfen können. mehr »

Nicht nur zu viel LDL-C ist schädlich

Atherosklerose entsteht offenbar nicht nur, wenn zu viel LDL-Cholesterin im Blut zirkuliert. Der Aufbau der Partikel scheint ebenfalls eine wichtige Rolle zu spielen – und hier lässt sich therapeutisch eingreifen, wie Wissenschaftler zeigen. mehr »