Ärzte Zeitung, 09.03.2015

Finger weg vom Ohr

 Apotheke darf nicht stechen

KÖLN. Das Stechen von Ohrlöchern inklusive Ohrsteckern gehört nicht in die Apotheke, denn es ist keine apothekenübliche Leistung. Das hat das Landgericht Wuppertal (LG) in einem noch nicht rechtskräftigen Urteil entschieden (Az.: 12 O 29/15).

Die Wettbewerbszentrale hatte gegen zwei Apothekerinnen geklagt. Die Frauen hatten das Angebot damit begründet, dass sie das Gesundheitsrisiko des Ohrlochstechens so weit wie möglich reduzieren wollten. Das wies das LG jedoch zurück.

Das Gesamtpaket von Ohrlochstechen und Stecker habe keine positiven Auswirkungen auf die Gesundheit der Kunden. Nach der Apothekenbetriebsordnung dürfen die Apothekerinnen die Leistung nicht anbieten, entschieden die Richter. (iss)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Verändern schon wenige Joints das Gehirn?

Bei Jugendlichen, die nur ein bis zwei Mal Cannabis geraucht haben, sind Hirnveränderungen entdeckt worden. Diese könnten eine Angststörung oder Sucht begünstigen. mehr »

Bessere TSVG-Regelungen in Sicht?

Die großen Brocken wie die Aufstockung der Mindestsprechstundenzahl will Gesundheitsminister Jens Spahn nicht anfassen. Eine Nummer kleiner können die Ärzte aber wohl mit Änderungen am TSVG rechnen. mehr »

Daran starb Karl der Große

Karl der Große führte Kriege quer über den Kontinent. Sein großes Reich erstreckte sich von der Elbe bis Spanien. Am Ende könnte eine Lungenentzündung den mächtigsten Mann des Mittelalters niedergestreckt haben, mehr »