Ärzte Zeitung online, 25.06.2015

Urteil

Auch einseitige Arthrose kann berufsbedingt sein

KÖLN. Eine einseitige Kniegelenksarthrose kann als Berufskrankheit anerkannt und entschädigt werden, wenn ein Handwerker jahrelang einseitig kniend gearbeitet hat. Das hat das Sozialgericht Dortmund (SG) entschieden.

Die zuständige Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft hatte bei einem Gas- und Wasserinstallateur die berufliche Verursachung der Gonarthrose gerade wegen der Einseitigkeit angezweifelt.

Nach Einschätzung des SG ist die einseitig ausgeprägte Kniegelenkserkrankung dagegen auf die jahrelange kniebelastende Arbeitshaltung in der sogenannten Fechterstellung zurückzuführen. Das Übergewicht des Mannes stehe der Anerkennung als Berufskrankheit nicht entgegen, entschieden die Richter. (iss)

Az.: S 18 U 113/10

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Weniger Kardiologen = mehr Herztote?

In Bundesländern mit weniger niedergelassenen Kardiologen sterben mehr Patienten an Herzerkrankungen, so der aktuelle Herzbericht. mehr »

Personalmangel in der Pflege gefährdet Patienten

17.18Die Gesundheitspolitik der künftigen Regierung wird einen Schwerpunkt bei Pflege setzen müssen. Davon zeigen sich Fachleute im Vorfeld des Kongress Pflege überzeugt. mehr »

Fehlerquelle Datenschutzerklärung

Die meisten Praxis-Websites von Haus- und Fachärzten erfüllen nicht die gesetzlichen Anforderungen. Das legt eine aktuelle Studie nah. mehr »